Frankreich 2012
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Unsere Vereins-Busfahrt mit Haida-Reisen nach Frankreich

Reisebericht vom Mitfahrer Gebhard Roschlau

 

Nach unserer schönen Ostseefahrt im September 2007 mit Haida-Reisen hat mich der Chef der Fa. Haida-Reisen, unser Vereinsmitglied und Sponsor Wolfgang Haida, laufend gedrängt, eine weitere Busfahrt mit seiner Firma zu unternehmen. Nun, heuer Ende August war es soweit, wir starteten nach Frankreich. Wolfgang hatte sich ein edles Ziel ausgesucht, die „Märchenschlösser an der Loire“, für unseren Verein als „Burgverein“ ja ein interessantes Thema. Wir starteten mit über 30 Teilnehmern,neben Vereinsmitgliedern konnten auch Nichtmitglieder für die 6-Tagesfahrt gewonnen werden. Danke an dieser Stelle an einige unserer Mitglieder für ihre Werbeaktivitäten. Unser Busfahrer war der allseits bekannte Roger, in Frankreich hieß er „Roscheeeee“. Die Familie des Chefs war mit Bettina und Tochter Maria in voller Stärke vertreten. Gottseidank hatten wir einige Mitreisende dabei, die der französischen Sprache mächtig waren, denn die Mehrzahl verstand wohl außer „EURO“ nicht viel. Start war zu nachtschlafenen Zeit früh um 3 Uhr. Zügig ging es durch unsere BRD und nach dem üblichen Sektfrühstück der Fa. Haida durch Frankreich. Wir sahen flaches Land, meist landwirtschaftlich genutzt mit großen Flächen, kaum Dörfer, mehr einzelne Gehöfte. Südlich an Paris vorbei ging es zum ersten Zielort Tours. Während unserer gesamten Reise hatten wir ideales Wetter, nicht zu heiß, trocken, und blau-weißen Himmel. In Tours checkten wir dann im Hotel ein, die Stadt selbst war sehenswert mit reichhaltiger Geschichte. Davon überzeugte uns auch unsere französische Reiseleiterin Francoise, die uns 4 Tage lang begleitete. Mit ihrem reichhaltigen Fachwissen erschlug sie uns fast, leichte Schwächen hatte sie im logistischen Bereich. Mir fiel im Hotel auf, daß die bei uns üblichen Clobürsten fehlten, ihre Antwort: „Es gibt in den Hotels keine, weil sie geklaut würden (???)“. Unvergesslich war für mich der Anblick eines großen Platzes mitten in Tours bei Nacht mit sehenswerten alten Fachwerkhäusern. Dort saßen eine Menge junger Leute, wahrscheinlich meist Studenten, an Tischen und genossen das Leben, eine Super-Atmosphäre. Das Abendessen nahmen wir etwas entfernt vom Hotel am imposanten Bahnhof ein, das sei auch typisch für Frankreich. Und dann gings los am nächsten Früh zum Schlösserbesichtigen, Schlag auf Schlag, an der Loire und in der Nähe:

Erst Schloß Chaumont, direkt an der Loire, wir erkundeten der Ort, sahen über uns die riesige Burganlage und in der Burgmauer die bekannten Höhlenwohnungen.

Dann gings zum Schloß Chambord, einem architektonischen Wunder, beeindruckend war die gigantische Grösse, und am Ausgang gabs ein Picknick vom Chef.

Am nächsten Tag besichtigten wir die Festungsstadt Chinon und wandelten auf den Spuren der Jungfrau von Orleans. Anschließend nahmen wir noch Schloß Villandry mit und bestaunten die einmaligen Gartenanlagen.

Und immer und immer wieder wurde alles gefilmt von unserer vitalen Margot.

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Zwischendurch gab es noch ein paar Events, einmal eine Weinprobe auf einem Weingut. Erst fuhr uns der Seniorchef mit einer Kleinbahn durch seine Weinberge,dann zeigte er uns seine Weine und ließ uns alle probieren.Gewöhnungsbedürftig im Vergleich zu uns bekannten Weinproben in Franken war das Outfit vom Seniorchef (wohnt angeblich in einer Höhlenwohnung), auch die Weinprobe selbst mit seltsamen Trinkbechern und seine Weine, alles fand im Betonundergrund statt.Dann war noch ein Mittagessen auf einer „Ferme Auberge“ in einem alten Gehöft mit regionalen Spezialitäten vom Feinsten in gemütlicher Atmosphäre. Beim WC-Gang in den alten Holzschuppen nebenan bemerkte man zur linken den offenen und auch bewohnten Ziegenstall, gleich rechts das WC, beide Gerüche vermischten sich. Dann wars schon zu Ende mit dem Loiretal, der Bus brachte uns direkt zum Schloß Versailles bei Paris. Und nun sahen wir das Highlight der Schlösser, das des Sonnenkönigs. Der Eindruck war gewaltig, bestimmt auch für die Massen der Besucher aus aller Welt, die sich überall in Schlangen anstellten. Die Führung ging natürlich auch durch den berühmten Spiegelsaal und anschließend noch durch den riesigen Schloßpark, insgesamt ein sehr beeindruckendes Erlebnis. In Paris angekommen stiegen wir in der Abenddämmerung hoch zum Montmartre Viertel und nahmen die besondere Stimmung der Maler mit zum Abendessen bei Musik, einige wagten sich an die Schnecken-Vorspeise.

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Am nächsten Morgen gabs noch eine kleine Stadtrundfahrt in Paris mit Louvre, Tuilerien-Gärten und Place de la Concorde. An der Universität Sorbonne vorbei gings Richtung Süden noch zum letzten Schloß Fontainebleau mit einer letzten Führung (geschafft!!!). Dann wartete die Champagne auf uns. Als wir die ersten Hügel und Weinberge sahen, fühlten wir uns wie in Weinfranken. Abendessen war in einem beschaulichen Hotel in einem kleinen Weinort. Ungewöhnlich war hier die Sofortkasse vor Reichung der Getränke und man wollte nur volle Flaschen ausschenken. Vielleicht eine Erklärung hierzu: Auf der Getränkekarte fand sich auch Champagner mit bis zu 1.500 EUR die Flasche. Zur späteren Stunde gelang es uns noch unser „berühmtes“ Theatersketch „Sehet dort die Burg“ im Speisesaal aufzuführen, diesmal mußte Sabine aus Coburg als „des Räuberhauptmanns Tochter“ dran glauben und die Runde Schnaps bezahlen. Früh nach dem Kofferpacken gings dann nach Epernay zur Besichtigung der Sektkellerei Moet et Chandon. An den edlen Immobilien der Firma sah man, daß mit Champagner wohl Geld verdient wird. In den langen Gängen im Untergrund erklärte uns eine frische Blondine die Geheimnisse des Spitzengetränkes, anschließend gab es pro Person ein ganzen Glas zum Trinken, nicht mehr ! Dann gabs nur noch eine Richtung, die Heimat. Rückblickend war unser Bufsahrer Roger wie immer okay, zwischendurch wurde es einmal knapp bei der Treibstoffsuche. Auch der Service des gesamten Teams Haida mit Maria war super, Wolfgang läßt sich ja immer etwas extra einfallen. Auf der Heimreise sorgte Maria mit Spielen für Unterhaltung und ihrer Oma versprach sie per Handy: „Ich hab dir eine Ansichtskarte geschickt oder ich bring sie dir am besten selbst vorbei“. Und schon waren wir wieder zuhause.

Und bei Familie Haida wartete schon ihr Gockel-Hahn „Gockolo“, um endlich wieder gemeinsam Fernsehen schaun zu können.

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